Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

Größte deutsche Handwerksinnung unter neuer Führung

4. April 2017 Die Kfz-Innung München-Oberbayern, mit knapp 2.000 Mitglieds-betrieben aus dem oberbayerischen Kraftfahrzeuggewerbe größte deutsche Handwerksinnung, hat eine neue Führungsmannschaft gewählt. Nach 15 Jahren an der Spitze übergibt Obermeister Hans Medele den Stab an seinen Nachfolger Richard Wagner.

Im Rahmen der turnusgemäßen Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder der Kfz-Innung München-Oberbayern am 29. März 2017 nicht nur eine neue Vorstandschaft, sondern auch ein neues Führungsteam. Nach 15 Jahren an der Spitze bereiteten der bisherige Obermeister Hans Medele (Weilheim) und seine beiden Stellvertreter Karl Burghart (Altötting) und Wilhelm Bairlein (Rennertshofen) ihren Nachfolgern den Weg. BMW- und Mini-Händler Richard Wagner (Kirchseeon/Wasserburg) wurde von der Versammlung einstimmig zum neuen Obermeister der 1932 gegründeten Kfz-Innung gewählt. Auch Peter Kathan (Bad Wiessee) und Mario Lössl (Bad Tölz) übernehmen eine neue verantwortungsvolle Aufgabe als stellvertretende Obermeister. Dabei sind alle drei schon erfahrene Verbandsvertreter, da sie bereits langjährig als Mitglieder des Innungsvorstands die Geschicke des Berufsverbands mitbestimmen.

Richard Wagner möchte mit seiner Arbeit eine lebendige und praxisorientierte Standesvertretung für die Zukunft des Kfz-Gewerbes gestalten, nicht zuletzt um dem Wandel in Technik, Kundenansprüchen und beruflicher Bildung auf Augenhöhe zu begegnen. „Dabei kann die Kfz-Innung als modernes Dienstleistungsunternehmen ihre Mitgliedsunternehmen kompetent unterstützen“, sagt der neue stellvertretende Obermeister Kathan. Sein Kollege Lössl betont, dass es ihm besonders wichtig sei, den Nachwuchs der Branche zu unterstützen und durch die notwendige Öffentlichkeitsarbeit ausreichend Talente für den Kfz-Sektor zu gewinnen.

Auf der Innungsversammlung im historischen Ambiente der Alten Staatsbank in der Münchner Innenstadt ließ der scheidende Obermeister Medele die letzten 15 Jahre noch einmal Revue passieren. Erst im Rückblick erkenne man oft, welch umfangreiches Pensum bewältigt und welch vielfältige Aufgaben in so einem Ehrenamt bewältigt würde, sagte Medele. Dies erkannte auch der Vorstand der Kfz-Innung und ernannte die drei Ehrenamtsträger zu „Ehren-Obermeistern“.

Als einen besonderen Meilenstein ihrer Arbeit identifizierte Medele stellvertretend für Burghart und Bairlein die zukunftsweisende Entscheidung der Innung aus dem Jahre 2006, einen ersten hauptamtlichen technischen Außendienstmitarbeiter einzustellen. „Das Außendienst-Team wuchs bis 2015 auf aktuell vier Mitarbeiter an, die einen wesentlichen Beitrag zur Mitgliederbetreuung und Mitgliederbindung leisten“, so Medele.

Weil die Sorge um qualifizierten Nachwuchs schon immer auf der Agenda der Kfz-Innung groß geschrieben wurde, stellte man 2009 zusätzlich einen hauptberuflichen Berufsbildungsreferenten ein. Medele: „Um diese Funktion wurden wir schon vielfach beneidet!“

Überhaupt ging es dem Führungstrio Medele, Burghart und Bairlein stets auch darum, die Leistungen der Auszubildenden im Kraftfahrzeuggewerbe wertzuschätzen. Daher war es ein großes Anliegen für festliche und ansprechende Freisprechungsfeiern für den Berufsnachwuchs zu sorgen. Seit über 10 Jahren werden Gesellinnen und Gesellen des Kfz-Handwerks in Oberbayern im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in einer großen Feierstunde freigesprochen. Zuletzt besuchten diese hochwertige Veranstaltung über 1.000 Gäste.

Die Nachfolger können also ein gut bestelltes Feld übernehmen. Doch neue Projekte stehen schon an. Die Verteilung der Ausbildungswerkstätten des innungseigenen Berufsbildungszentrums (BBZ) auf vier unterschiedliche Standorte in und um München führt verbunden mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Bildungsangeboten der Innung zwingend zur Notwendigkeit, die Standortfrage strategisch zu beantworten. Dabei zeichnet sich ab, dass ein Neubau des BBZ mit einer Standort-verlagerung wohl die ökonomischste Lösung darstellen dürfte. Den neu gewählten Innungsvorstand erwarten also zukunftsweisende Aufgaben.

 

Führungswechsel bei der Kfz-Innung München-Oberbayern: Mario Lössl (stv. Obermeister), Hans Medele (Ehrenobermeister), Richard Wagner (Obermeister), Karl Burghart (Ehrenobermeister) und Wilhelm Bairlein (Ehrenobermeister) (v.l.n.r.)
Stabübergabe im Obermeisteramt von Hans Medele (bisher) an Richard Wagner (neu) (v.l.n.r.)
Wilhelm Bairlein (Ehrenobermeister), Richard Wagner (Obermeister), Hans Medele (Ehrenobermeister) und Karl Burghart (Ehrenobermeister) (v.l.n.r.)
Ausgezeichnet dem Ehrenobermeister-Titel: Mario Lössl (stv. Obermeister, links außen) und Richard Wagner (Obermeister, rechts außen) ehren Wilhelm Bairlein, Karl Burghart und Hans Medele (v.l.n.r.)
  
 

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