Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

Die Abgasuntersuchung (AU)

Durch die periodisch technische Fahrzeugüberwachung nach § 29 StVZO, wird die Vorschriftsmäßigkeit, die Verkehrssicherheit und die Umweltverträglichkeit aller zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge (PKW, LKW, KOM, Anhänger und Krafträder) auf einheitlich hohem Niveau gewährleistet.

Abgasuntersuchungen ab 01.06.2015

Am 1. Juni 2015 tritt die Richtlinie für die Durchführung der Untersuchung der Abgase an Kraftfahrzeugen (AU-Richtlinie) in Kraft. Damit wird gleichzeitig die bisherige AU-Richtlinie vom 7. Mai 2012 aufgehoben.

Mit der neuen AU-Richtlinie in Verbindung mit dem neuen AU-Geräteleitfaden (Software-Version 5) können die anerkannten AU-Werkstätten ab dem 01.06.2015 auch an Pkw-Kraftfahrzeugen (Euro 6) und Nutzfahrzeugen (Euro VI) eine ordnungsgemäße Abgasuntersuchung im Sinne des Verordnungsgebers durchführen und anhand des AU-Nachweises dokumentieren.

Damit kann insgesamt festgehalten werden, dass die periodische Abgasuntersuchung an Kraftfahrzeugen (Pkw, Nutzfahrzeuge, Krafträder) in Form einer Endrohrmessung (CO-Gehalt beziehungsweise Trübungswert) oder einer OBD-Prüfung in Verbindung mit einer gegebenenfalls erforderlichen Endrohrmessung erhalten bleibt. Anerkannte AU-Werkstätten können auch in Zukunft Abgasuntersuchungen an allen untersuchungspflichtigen Kraftfahrzeugen als Teiluntersuchung zur Hauptuntersuchung (HU) ihren Werkstattkunden anbieten.

Ausführliche Informationen zur neuen AU Richtlinie finden Sie hier

AU-Software-Versionen:

Für die ordnungsgemäße AU-Durchführung sind nur noch die Software-Versionen 3,4 und 5 zugelassen.

Mit der Software-Version 3 dürfen nur noch OBD-Fahrzeuge mit einer Erstzulassung bis zum 31.12.2005 geprüft werden.

Bei OBD-Fahrzeugen mit einer Erstzulassung ab dem 01.01.2006 ist mindestens die Software-Version 4 anzuwenden.

Pkw-Kraftfahrzeugen (Euro 6) und Nutzfahrzeugen (Euro VI) dürfen nur mit dem AU-Geräteleitfaden (Software-Version 5) geprüft werden.

Wird eine AU nicht mit der vorgeschriebenen Software-Version in Verbindung mit einem AU-Nachweis mit fälschungserschwerenden Merkmalen durchgeführt, akzeptiert der HU-Prüfingenieur diese - durch eine anerkannte AU-Werkstatt durchgeführte AU - im Rahmen der HU nicht. In diesem Fall wird bei der HU ein erheblicher Mangel festgestellt und damit die HU-Plakette nicht erteilt.

Mit folgenden Artikeln haben Sie es bei der AU zu tun:

1. AU-Nachweissiegel (gesetzlich vorgeschrieben)

2. Prägezange (gesetzlich vorgeschrieben)

3. Bindesiegel

4. Reparaturplakette

1. AU-Nachweissiegel

Ab 01.01.2010 wird nach bestandener AU die AU-Plakette nicht mehr auf dem vorderen Kennzeichen vergeben. Stattdessen hat der Gesetzgeber ein blaues AU-Nachweissiegel eingeführt, das auf dem auch künftig zu erstellenden Prüfnachweis anstatt eines Stempels anzubringen ist. Das AU-Nachweissiegel ist mit einer Jahreszahl versehen, die das jeweilige Ausgabejahr signalisiert.

2. Prägezange

Die Prägezange ist mit dem Kernteil Ihrer AU-Kontrollnummer versehen. Die Prägung erfolgt auf dem AU-Nachweissiegel. Betriebe, die bereits eine Prägezange für AUK, GAP/GSP haben, verwenden diese Zange ab 01.01.2010 dann auch im Rahmen der AU. Sollten Sie eine oder mehrere zusätzliche Prägezangen benötigen, geben Sie dies bitte auf dem Bestellformular an.

3. Bindesiegel

Durch die Verwendung des Bindesiegels des Deutschen Kfz-Gewerbes wird der AU-Prüfnachweis mit dem HU-Bericht verbunden, damit der Werkstattkunde beide Prüfberichte zusammen ausgehändigt bekommt. So wird sichergestellt, dass der AU-Nachweis nach durchgeführter Hauptuntersuchung nicht im Papierkorb landet. Der AU-Nachweis sollte auf jeden Fall vom Prüfingenieur zurück verlangt und dem Kunden übergeben werden, auch wenn das Bindesiegel nicht verwendet wird.

4. Reparaturplakette

Die „alte“ AU-Plakette am vorderen Kennzeichen ist bei der nächsten HU-Durchführung von der die HU durchführenden Person zu entfernen. Beim Abkratzen bzw. Abmontieren der AU-Plakette können Beschädigungen am Kennzeichen entstehen. Dort kann eine sogenannte „Reparaturplakette“ angebracht werden. Es handelt sich hierbei um eine weiße retroreflektierende Plakette.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den o.g. Ansprechpartner.

  
 

Service

Kontakt

Kfz-Innung München-Oberbayern
Gärtnerstr. 90
80992 München

Tel.: 089 / 1 43 62 - 0
Fax: 089 / 1 43 62 - 139
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Herr Hedi Ferjani
Tel.: 089 / 1 43 62 - 123
ferjani@kfz-innung.de

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